Mit einem Festakt wurde am 05.02.2010 der Van-de-Velde-Bau in Weimar wiedereröffnet. Das Kunstschulensemble von Henry van de Velde zählt zu den wichtigsten Bauten des belgischen Architekten in Weimar. Nach zweijähriger Sanierung ist das zweite der beiden Gebäude des Ensembles, die ehemalige Kunstgewerbeschule fertiggestellt. Mit dem Abschluss der Sanierungsarbeiten wird nicht nur ein einmaliges Architekturdenkmal zurückgewonnen, sondern auch ein wesentlicher Teil des UNESCO-Weltkulturerbes der Stadt Weimar wiederhergestellt.
Die Sanierung berücksichtigte die baulichen Ansprüche an ein modernes Unterrichtsgebäude, da das Gebäude ab April 2010 wieder als Sitz der Fakultät Gestaltung der Bauhaus-Universität Weimar dienen wird.
Der Van-de-Velde-Bau ist eine Landesliegenschaft des Freistaates Thüringen. Die Kosten für die Sanierung, die eines der bedeutendsten Bauvorhaben des Freistaates ist, belaufen sich auf insgesamt 7 Millionen Euro. Gemeinsam mit dem benachbarten Hauptgebäude der Bauhaus-Universität Weimar, dem Ateliergebäude "Prellerhaus" sowie dem Brendelschen Atelier ist der Van-de-Velde-Bau der Ort, an dem Walter Gropius 1919 das Staatliche Bauhaus Weimar gründete. Diese historische Bedeutung würdigte die UNESCO, indem sie 1996 den Kunstschulbauten Weimars gemeinsam mit dem Haus Am Horn ihren Welterbestatus verlieh.
Quelle: 05.02.2010 TA
ARGE mit Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH und Pitz & Hoh
05. Februar 2010