Startschuss zur Hallensanierung: Beim Spatenstich an der Ochsenfurter Dreifachturnhalle Architekt Jörg Baum, Projektmanagerin Birgitt Schubert und Bürgermeister Rainer Friedrich mit Vertretern der Stadt, der Schulen und der beteiligten Firmen.
Ein großes Loch ist in die Außenwand der Halle gerissen worden, damit der Bagger hineinfahren kann. Die innere Mauerschale aus Backstein ist bereits abgebrochen.
Sie war nur unzureichend mit der Außenwand verbunden, wie man erst vor kurzem festgestellt hatte.
Trotz der bevorstehenden Sanierung musste die Wand aufwändig verankert werden, sonst wäre die Halle schon vorzeitig gesperrt worden.Es krankte an vielen Stellen. Dass die Dachkonstruktion schadhaft ist und spätestens heuer saniert werden muss, hatte ein Gutachter festgestellt, den die Stadt nach dem Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall zu Rate gezogen hatte. Das Ochsenfurter Hallendach ist ähnlich konstruiert und machte seit vielen Jahren Probleme.
Bereits ab einer Schneelast von fünf Zentimetern musste die Halle deshalb im abgelaufenen Winter gesperrt werden. Die Dachkonstruktion aus hölzernen Bindern soll nun durch Träger aus Stahlfachwerk ersetzt werden. Die sind so stabil, dass sie sogar eine Solaranlage tragen können. Auch an der Tribüne stellten Statiker Mängel fest. Für Zuschauer musste sie deshalb gesperrt werden. Die Fluchtwege aus der Halle heraus galten als unzureichend. Vor einer Großveranstaltung vor über zwei Jahren waren deshalb eilends Türöffnungen in die Außenwand gehauen worden. Wenigstens die Fluchttüren, die dort später eingesetzt wurden, werden die Sanierung überdauern. Für die Sportvereine und die beiden Schulen, die die Halle vor allem nutzen, ist die Sanierung ein Einschnitt. Grund- und Hauptschule sind für ihren Sportunterricht in die Halle des TV Ochsenfurt, ins Tenniscenter in der Marktbreiter Straße und nach Sommerhausen ausgewichen.
Johannes Henz, stellvertretender Rektor der Grundschule, dankte deshalb für das Entgegenkommen der dortigen Hausherrn. In den Sommermonaten wollen die Schulen ihren Sportunterricht verstärkt ins Freie verlegen. Wenn es nach dem Bauzeitenplan geht, soll zumindest der Hallenraum bereits Anfang Oktober wieder benutzbar sein.
Die Nebenräume und Umkleiden folgen im Anschluss bis zum Jahresende Bislang liege man in diesem Plan, beteuerte Architekt Jörg Baum. Erfreulich scheinen sich auch die Kosten zu entwickeln. Jedenfalls liegt man nach den bisherigen Ergebnissen der Ausschreibung unter den veranschlagten Gesamtkosten von rund 4,5 Millionen Euro. (Quelle: Mainpost)
ARGE GHS Ochsenfurt mit Junk & Reich Architekten BDA Planungsgesellschaft mbH und Hartmann + Helm
11. März 2010