Richtfest: Mit allem Drum und Dran
Für die Schule Reinholdshain wurden von 5,1 Millionen 700.000 Euro ausgegeben.
Als der Grundstein für die neue Turnhalle gelegt wurde, hatte die Störche von Reinholdshain gerade ihr Domizil bezogen. Jetzt sind sie in den Süden gezogen und die Nachbarn konnten das Richtfest feiern. Landrat Michael Geisler und die Landtagsvizepräsidentin Andrea Dombois fanden sich auf der Baustelle ein.
Landkreis. „Es geht voran und das ist auch gut“ sagt zufrieden Andrea Dombois. Natürlich muss man über die Baustelle gehen, um den Fortschritt zu begutachten. Aber die Konturen sind schon erkennbar, Klassenzimmer lassen sich deutliche unterscheiden. Entkernt ist die alte Schule noch aus DDR-Zeiten. Sie erhält ein neues frisches und modernes Aussehen. Für die Kinder mit Lernbehinderungen wird sie ab August 2011 besonders gute Bedingungen bieten. Das alte Plattenschulhaus ist um einen Anbau verlängert worden; für den Haupteingang. Es wird einen Fahrstuhl geben, die Essensausgabe und einen Speise- und Mehrzweckraum.
Seit Schuljahresbeginn steht Jeanette Spindler der Förderschule als Leitering vor. Sie freut sich mit ihrern Kindern, die sich schon einmal kurz umsehen dürfen: „Ihr seid alle kleine Besitzer des großen Hauses – wenn auch nur auf Zeit“, sagt sie. Und die Pädagogin ahnt schon jetzt, dass die überdachte Terrasse, die den Blick ins Grüne biette, das Schmuckstück für alles sein wird.
Noch gibt es viel zu tun. Die Bauarbeiter setzen alles daran, das Haus noch vor dem hoffentlich nicht so bald hereinbrchenden Winter dich zu bekommen. Zehn Klassenzimmer wird es geben, auch Rückzugsräume, um einmal mit einer kleinen Gruppe arbeiten zu können. Ab nächstem Jahr lernen hier rund 150 Kinder der fünften bis zehnten Klasse des Förderschulzentrums Oberes Osterzgebirge. Sie zeigen schon einmal mit ihrem kleinen Programm, wie sehr sie sich auf das neue Areal freuen. Landrat Michael Geisler zückt daraufhin einen Korb und verteilt Gummibärchen zum Richtfest. „Die menschliche Besonderheit besteht darin, neben den stärken auch schwächen zu akzeptieren“, sagt Geisler. Der ehemalige Lehrer freut sich immer besonders über solche Projekte. Für die Bauarbeiter und die Gäste gibt es dann auch Sekt, nicht Selters für die rund 50 Anwesenden.
Für die Schule sind 5,1 Millionen eingeplant. Davon kommen 1,7 Millionen vom Kreis, der Rest vom Freistaat und vom Bund. Bisher sind bereits 700.000 Euro verbaut worden.
(Iris Schmidt – Wochenkurier)
18. Oktober 2010