wOHNUNGSBAU

STUDIERENDENWOHNHAUS AM JAKOBSPLAN

Sanierung des Studierendenwohnhauses Jakobsplan 1 in Weimar

Auftraggeber Studierendenwerk Thüringen A. d. ö. R. Philosophenweg 22, 07743 Jena
Objektstandort Jakobsplan 1 99423 Weimar
zeit 08/2016-05/2021
bearbeitung der leistungsphasen LP 1-9 (stufenweise beauftragt) entsprechend § 34 HOAI Generalplanung in ARGE Junk & Reich / Hartmann + Helm
Raummaße & Flächen Bruttorauminhalt: 47.094 m³
Bruttogrundfläche: 16.386 m²
Nutzfläche: -

Das Studierendenwohnhaus am Jakobsplan wurde umfassend saniert und dabei funktional, statisch, energetisch und brandschutztechnisch ertüchtigt. Das 11-geschossige Internatshochhaus wurde von einem Kollektiv unter Leitung von Frau Prof. Anita Bach entworfen und 1972 fertiggestellt. Es ist ein Vertreter der DDR-Moderne. Heute steht das Ensemble unter Denkmalschutz. Das Wohnheim hatte ursprünglich eine Kapazität von ca. 1.000 Wohnheimplätzen. Nach der Sanierung bietet es 349 Wohnheimplätze, den größten Teil davon in Einzelappartements.

Äußere Gestaltung

Das Gebäude wurde im Bekenntnis zur Moderne der 70er Jahre mit aktuellen Gestaltungsstrukturen überformt. Der Entwurf greift die durch Modellfotos überkommenen Gestaltungsintensionen der Architektin auf und ist bestrebt, sie deutlicher umzusetzen, als es unter den Voraussetzungen der Erbauerzeit möglich war. Die Baumassen wurden deutlich voneinander differenziert. Aus Brandschutzgründen wurde das zentrale Treppenhaus neu aufgeführt. Es erscheint als transparente Fuge zwischen den beiden Wohntürmen, sodass das Hochhaus heute mit weit eleganteren Proportionen in Erscheinung tritt. Die Plattenstruktur der Ost- und Westfassade wird in der Gliederung der neuen Vorhangfassade zitiert. Die charakteristische „Waffeleisenstruktur“ der Giebelfassaden blieb im Original erhalten. 

Innere Entwurfskonzeption / Erschließung

Eine Behebung der unzeitgemäßen Funktionalität der Wohneinheiten war dringend geboten. Ziel des Studierendenwerkes war die Realiserung von Einzelappartments mit integriertem Bad und Küchenzeile. Bei der Neustrukturierung des Etagengrundrisses wurden die doppelten Erschließungsflure aufgegeben und den Wohneinheiten zugeschlagen. Hier wurden die Sanitärzellen eingebaut. Der neue Flur liegt in der ehemals für Abstellräume genutzten Kernzone des Gebäudes. Die neue Grundrissstruktur konnte aus statischen Gründen nicht bis an die Giebelfassaden fortgeführt werden. Hier entstanden WGs für zwei / sechs Bewohner. Durch den Bau des neuen Sicherheitstreppenhaus wurden normgerechte Rettungswege als auch die barrierefreie Erschließung beider Wohntürme umgesetzt. 

Konstruktion

Das Wohnhaus ist als Montagebau aus Fertigteilplatten errichtet worden. Das statische System des Gebäudes wurde nicht geändert. Eingriffe in den Rohbau z.B. die Herstellung neuer Türöffnungen waren sehr aufwendig und wurden auf das absolut notwendige Maß beschränkt, um Schwächungen des statischen Systems zu vermeiden. Eine besondere Herausforderung war die Vielzahl der neuen Deckendurchbrüche für die Installationen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wurden erhebliche Baumängel aus der Errichterzeit aufgedeckt, die mit hohem Aufwand behoben werden mussten.

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