bÜROBAU

BUNDESSOZIALGERICHT KASSEL

Modernisierung Bundessozialgericht Kassel

Auftraggeber Hessisches Baumanagement Regionalniederlassung Nord Querallee 19/21 34119 Kassel
Objektstandort Graf-Bernadotte-Platz 5 34119 Kassel (Denkmalobjekt)
zeit 2006-11/2009
bearbeitung der leistungsphasen LP 2-9 (Generalplaner) entsprechend § 33 HOAI
Raummaße & Flächen Bruttorauminhalt: 90.700 m³
Bruttogrundfläche: 25.600 m²
Hauptnutzfläche: 11.100 m²

Ziel der Baumaßnahme ist es, den Dienstsitz des Bundessozialgerichtes in Kassel durch funktionelle Neuordnung, Teilerweiterung, architektonische Überarbeitung, Sanierung der Bausubstanz und komplette Erneuerung der Infrastruktur entsprechend den Anforderungen eines obersten Gerichtshofes des Bundes zu modernisieren. Dabei ist der Außenraum in die Gestaltung einzubeziehen. Belange des Denkmalschutzes sind zu berücksichtigen. Das Bundessozialgericht besteht seit 1954 und hat seit diesem Datum seinen Standort in Kassel am Graf-Bernadotte-Platz. Von der Magistrale Wilhelmshöher Allee ist das Gebäude sofort im Blickfeld, da zwischen dem Gebäude und der Wilhelmshöher Allee eine große Freifläche als öffentliches Grün vorhanden ist. Das Grundstück liegt innerhalb der innerstädtischen Bebauungsgebiete in unmittelbarer Nähe zum Fernbahnhof Wilhelmshöhe. Die 5-geschossige, vierflügelige Gebäudeanlage mit angehängtem Nord-Westflügel, 5-geschossigem Erweiterungsbau, eingeschossigem Garagengebäude und Kantinengebäude im Westen  sowie einem zweigeschossigen Villenanbau im Südwesten wirkt als eigenständiger solitärer Komplex.

Auf Grund funktionaler Anforderungen und in Anbetracht des Denkmalschutzes wurde ein Teil des notwendigen Raumprogramms aus dem Altbau herausgelöst und ein separater Baukörper im Innenhof des Gebäudekomplexes konzipiert. Unabhängig von den politischen Intentionen der Erbauer kann man dem Gebäude gestalterische Qualität bescheinigen, die es zu bewahren gilt. Den vorhandenen Zeitschichten wird eine neue eigenständige, klar ablesbare Zeitschicht hinzugefügt. Architektur und Landschaftsarchitektur müssen eine Einheit bilden. Der Freiraum muss ein adäquates Umfeld für das Gebäude schaffen, damit es zur Wirkung kommen kann. Die Neugestaltung bezieht die vorhandenen Qualitäten ein, unter anderem sind dies die Symmetrie und Axialität der Anlage, die Blickbeziehungen, die großzügigen Wiesenflächen und der Baumbestand. Dem neuen Eingang an der Südseite wird ein repräsentativer Freiraum zugeordnet. Der derzeitige Eingang an der Ostseite wird durch gestalterische Mittel in der Wirkung heruntergestuft. Die wichtigen Blickbeziehungen von der Wilhelmshöher Allee und vom Graf-Bernadotte-Platz auf das Gebäude werden gestärkt. Die Blickbeziehung zum Herkules (parallel zur Wilhelmshöher Allee) bleibt erhalten. Die Formensprache des Saalneubaus wird in den Freianlagen des Innenhofes weitergeführt. Die Reflexionen auf der Wasseroberfläche des formalen Teiches sorgen für eine subtile Belebung des Innenhofes. Über der Wasserfläche sind zwei Decks angeordnet, die dem Aufenthalt dienen. Der Innenhof ist für die Mitarbeiter des Bundessozialgerichts, nicht aber für die Öffentlichkeit, zugänglich. Alle in den Freianlagen verwendeten Materialien und Bauweisen sind dauerhaft und wartungsfreundlich. Die verwendeten Pflanzen sind den spezifischen Standortbedingungen angepasst und senken den Pflegeaufwand auf ein Mindestmaß. Die neuen Verhandlungssäle stellen durch ihre organische, freie Form einen Kontrast zur harten 30er Jahre - Architektur des Altbaus dar. Sie symbolisieren eine neue Zeit mit freien Gedanken im Gegensatz zur achsial-symmetrischen und quadratischen Grundform des Bestandsgebäudes. Der schatullenartige Grundkörper des neuen großen Verhandlungssaals gründet sich auf einem organischen Fuß und kragt über der organisch gestalteten Freifläche „schwebend“ aus. Ein gläserner Ring umschließt den inneren, eher introvertierten Körper, und beherbergt Foyer, Besprechungsräume und Verbindungsgang. Er lässt kontrollierte Ausblicke in den Innenhof zu. Eine Verbindung zum Altbau stellen 2 Glasbrücken her, die gleichzeitig die Fluchtwegsituation entsprechend HBO gewährleisten.

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