Bildungsbau
Sanierung und Erweiterungsneubauten Romain-Rolland-Gymnasium - Dresden
| Auftraggeber | Landeshauptstadt Dresden, Amt für Schulen, Hertha-Lindner-Straße 17, 01067 Dresden |
| Objektstandort | Weintraubenstraße 3, 01099 Dresden |
| Zeit | 2006-2011 |
| Bearbeitung der Leistungsphasen | LP 2-9 entsprechend § 33 HOAI in ARGE mit Hartmann+Helm PlanungsGmbH |
| Raummaße & Flächen | Bruttorauminhalt: 63.421 m³ Bruttogrundfläche: 15.677 m² Nutzfläche: 6.235 m² |
Das denkmalgeschützte Bestandsgebäude des Romain-Rolland-Gymnasium – 1913-15 nach einem Entwurf des Dresdener Stadtbaurates Hans Erlwein errichtet - wurde saniert und zum 4-zügigen Gymnasium für 900 Schülerinnen und Schüler erweitert.
Die Bauaufgabe umfasste die Neuordnung und Modernisierung der Räume im Bestand sowie die Errichtung von Erweiterungsbauten zur Erfüllung des Raumprogramms. Weitere Ziele waren die Verbesserung des Brandschutzes und der Rettungswegesituation, die Erhaltung und Wiederherstellung der denkmalpflegerisch wertvollen Bausubstanz, eine optimale Erschließung der einzelnen Teilobjekte sowie die Schaffung von neuen Raumqualitäten im Innen- und Außenbereich (neuer Hauptzugang, neue Pausenhöfe, Foyer, Speiseraum mit Blick zur Elbe).
Im Anschluss an das Bestandsgebäude wurde in die Baulücke an der Melanchthonstraße ein 4-geschossiger, im Erdgeschoss aufgeständerter Neubau (TO 4) eingefügt, der die Kontur des Straßenraums wiederherstellt. Darin wurden die zusätzlichen Klassen- und Kursräume untergebracht. Die Fläche unter dem Gebäuderiegel kann als überdachte Pausenfläche genutzt werden. Im südlichen Teil des Grundstücks, zum Carusufer der Elbe hin orientiert, wurde ein weiterer Neubaukörper (TO 1) errichtet. In seinem gläsernen Erdgeschoss befinden sich die öffentlichen Bereiche (Foyer, Pausenhalle, Speiseraum). In den zwei Obergeschossen wurden die hoch installierten Fachkabinette eingeordnet. Das Denkmal konnte so von aufwendigen technischen Installationen freigehalten werden. An der Weintraubenstraße befindet sich die neue Zweifeldsporthalle (TO 2). Über eine unterirdische Verbindung sind die Sanitär- und Umkleideräume im Untergeschoss des Neubaus (TO 1) erreichbar.
Die Einordnung des Haupteingangs im Neubau (TO 1) ermöglicht den barrierefreien Zugang zu allen Bauteilen. Hierzu wurde die Freifläche zwischen den Teilobjekten entsprechend modelliert. Im Bestand erschließt ein neuer Aufzug alle Geschosse barrierefrei.
Bei der Sanierung und Erweiterung des Gebäudeensembles konnte eine 25%-ige Unterschreitung der EnEV erreicht werden.