Bildungsbau
Neubau Förderschule "Maria Martha" Rastenberg
| Auftraggeber | Stiftung Finneck, Mühltal 9, 99636 Rastenberg |
| Objektstandort | Herrenstraße 34, 99636 Rastenberg |
| Zeit | 2002-2006 |
| Bearbeitung der Leistungsphasen | LP 4-9 entsprechend § 33 HOAI |
| Raummaße & Flächen | Bruttorauminhalt: 14.600 m³ Bruttogrundfläche: 4.672 m² Hauptnutzfläche: 1.700 m² |
Auf dem Gelände des ehemaligen Stadtgutes Rastenberg plante die Stiftung Finneck den Neubau der Förderschule Rastenberg. In Sichtweite zum bestehenden Objekt sollten neue Räumlichkeiten für etwa 90 Kinder und 35 Lehrkräfte geschaffen werden. Das Grundstück wird über den neuen Haupteingang in der Herrenstraße erschlossen. Dieser halböffentliche Bereich mit genügend „Stauraum“ bietet auch die Möglichkeit der Vorfahrt für Kleintransporter, welche die Kinder (z. T. körperbehindert) zur Schule bringen. Der Innenhof ist über die historische Toranlage erreichbar. Des weiteren gibt es noch auf der Südseite eine Zufahrtsmöglichkeit über die „Stadtwand“. Das Gebäudeensemble umschließt den Pausenhof, der durch die Anpflanzung einer Linde geprägt ist. Die Flächen auf der Südseite wurden als Freiraum für die angrenzenden Klassen (grüne Klassen) genutzt und als „Obstwiese“ gestaltet. Die stark veränderte Grundstücksmauer an der Herrenstraße wird erneuert und gestalterisch in die Gesamtanlage integriert.
Grundlage des Entwurfs bildete der historische Grundriss des alten Stadtgutes. Teile der Außenwände (Bauteile D und E) wurden integriert. Die Gesamtanlage gliedert sich in drei Bauquader mit Satteldächern. Das „Einzelhaus“ (Bauteil D) an der Herrenstraße wird in seiner Struktur erhalten. Die Anbindung an Bauteil D erfolgt zurückgesetzt, so dass eine Zäsur ersichtlich wird. Als Verbindungsglied wurde vor die Einzelkörper ein gläserner Gang gestellt, der in U-Form den gesamten Hofbereich umschließt und so ein Gefühl der Geborgenheit vermittelt. In den Hofbereich wurde als neues, zeitgemäßes Element der Block des Bewegungsbades gestellt. Dabei spielte der Baukörper des alten Herrenhauses eine Vorbildrolle. Die Baukörper erhielten einen getönten Glattputz. Farbige Glasflächen auf der Hofseite schaffen ein lebendiges Bild. Der Bewegungsbadkörper wurde mit Faserzementplatten verkleidet. Auf der Gartenseite dominieren die glatten Außenwände, welche durch holzfarbene Sitzerker aufgelockert wurden.